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Instagram Stories – bald beliebter als der Feed?

Innerhalb der letzten Jahre wird unsere digitale Kommunikation zunehmend von visuellen Inhalten bestimmt. Darum prägen Emojis, Bilder und Videos die Social Media Landschaft und verdrängen zunehmend Text als Kommunikationsmittel. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte – einer der Gründe, für die enorme Beliebtheit von Instagram Stories in Europa und Nordamerika.

Wir Menschen werden konstant dazu ermutigt, neue Dinge auszuprobieren – insbesondere im Bereich der digitalen Kommunikation. Somit entwickeln wir ein inneres Bedürfnis, immer bessere Services und neue Features testen zu wollen. Diese sollen folglich noch angenehmer, aufregender oder abwechslungsreicher sein als die jetzigen. War Instagrams Foto-Upload-Funktion etwa nur deshalb so erfolgreich, da es damals einfach technisch nicht möglich war, Videoclips in ausreichender Qualität zu teilen? Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann sagt ein Video mehr als tausend Bilder. Allerdings ist heutzutage ist die technische Entwicklung längst soweit, dass wir Videos in bester Qualität teilen können. Also verwenden wir als Nutzer von Instagram Videos ganz selbstverständlich, Tag für Tag.

Visuelle Kommunikation macht es einfach, Inhalte zu konsumieren.

Zugleich ist unsere heutige Art der Kommunikation extrem visuell geworden. Der technologische Fortschritt hat uns das ermöglicht und trägt sicherlich einen Teil dazu bei. Zudem sind wir offenbar unfähig, ausschließlich textbasierte Kommunikation zu verarbeiten. Grund dafür ist nicht, dass wir mittlerweile vergessen haben, wie man einen Text liest. Jedoch fällt es schwer, sich über längere Zeit auf verschiedene, ausschließlich textbasierte Inhalte zu konzentrieren. Deshalb konsumieren wir bevorzugt Inhalte, die den geringsten Aufwand erfordern. Es ist einfacher, eine Nachricht durch ein Video oder ein anderes visuelles Format zu empfangen, als einen Text zu lesen. Wir Menschen wählen ja bekanntlich gerne den Weg des geringsten Widerstands.

Wer hat Stories eigentlich erfunden? Neue Social Media Plattformen testen neue Publishing-Formate und die Nutzer entscheiden, was sich durchsetzt. 

Instagram war für lange Zeit unangefochten eine der stärksten Plattformen für visuelle Kommunikation. Anfangs wurden alle Beiträge ausschließlich im traditionellen Feed veröffentlicht, analog zum Facebook Newsfeed. Das wurde zur großen Herausforderung für das Unternehmen Instagram, als Snapchat plötzlich einen ernstzunehmenden Konkurrenten darstellte. Daraufhin wurde deutlich, dass der Feed nicht mehr länger das innovativste und relevanteste Publishing-Format darstellt. Die Nutzerbedürfnisse haben sich folglich gewandelt. Snapchats bisher größte Beitrag zur modernen Kommunikation ist demnach die Erfindung des Formats Stories. Die 10-sekündigen Video Nachrichten, die automatisch wieder gelöscht werden, begeisterten die Nutzer. Somit gelang es Snapchat, etwas vollkommen Neues zu schaffen. 

Mittlerweile werden mehr Instagram Stories geteilt, als Beiträge im Feed. Die Stories Funktion erlebt ein rasantes Wachstum auf sämtlichen Social Media Kanälen. Laut dem Consulting Unternehmen “Block Party” ist folglich die Erstellung und Nutzung von Stories seit 2016 um 842 Prozent gestiegen. Sicherlich liegt dieser enorme Zuwachs auch daran, dass der Ausgangswert dementsprechend niedrig war. Jedoch nutzen fast eine Milliarde Accounts die Funktion auf Snapchat, Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp.

Was bedeutet diese Entwicklung fürs Marketing? Instagram Stories erfordern ein Umdenken von eine neue Art der visuellen Kommunikation und stellen Marketer und Social Media Plattformen vor neue Herausforderungen.

Für Marken und Werbetreibende hat diese Entwicklung zur Folge, dass ihre Botschaft nicht mehr in Form eines Titels, eines Links oder eines Textes formuliert werden muss. Nachrichten müssen nun so verpackt werden, dass sie nahtlos in die Story des Benutzers passen.

Während Marketer darüber grübeln, wie sie ihre Inhalte in den neuen Formaten relevant platzieren können, entwickeln die Plattformen fortlaufend neue Funktionen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Snapchat arbeitet darum aktuell an einer Lösung, um Stories in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Instagram öffnet sich deshalb für Apps von Drittanbietern wie Spotify, damit diese nahtlos in Instagrams Stories integriert werden können. WhatsApp kämpft währenddessen mit der Entwicklung von Lösungen, die das Abspielen von Filmen auch in Gebieten mit begrenzter Bandbreite ermöglichen. Messenger hat inzwischen die Kamera in die Navigationsleiste verschoben, um die Nutzer zur Erstellung von mehr Stories zu animieren. 

Zusammenfassend musst du Folgendes beachten: Stories werden immer beliebter. Für Marken und Werbetreibende ist es folglich essenziell, eine natürliche Art der Kommunikation durch Stories zu entwickeln. Falls du deine Kommunikation durch Stories verbessern möchtest, kann ich dir diesen Link empfehlen. Instagram hat dort eine Reihe erfolgreicher Methoden für den Einstieg in Stories zusammengestellt.

SIMON BEYER, CHIEF STRATEGY OFFICER
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